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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft stellt beim Amtsgericht Eutin einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Nachricht vom 29.10.2014 29.10.2014 (www.4investors.de) - Die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft stellt beim Amtsgericht Eutin einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dieses soll in Eigenverwaltung durchgeführt werden. So soll die MS Deutschland gerettet werden. Das Unternehmen macht zugleich deutlich, dass die laufenden Reisen gesichert sind. Man strebt die Fortführung des Geschäfts an, auch plant man unverändert einen Werftaufenthalt ein. 

Sanierungsgeschäftsführer wird Wolfram Günther. Er ist zugleich Managing Director von One Square Advisors. Günther ist Restrukturierungsexperte. Er will eine neue Sanierungsphase einleiten, um das Schiff wieder „in ein sicheres Fahrwasser zu bringen“. So plant er, die Kapitalstruktur zu bereinigen. Als sehr gut wertet er die Buchungszahlen für 2015. 

Am 12. November findet in München eine Gläubigerversammlung statt.

- See more at: http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=86288#sthash.6Mtq38uW.dpuf



 

Dienstag, 14. Oktober 2014

Schon wieder Görg....vs MS Deutschland

Schon wieder Görg....vs MS Deutschland

GÖRG • Prinzregentenstraße 22 ■ 80538 München

DR. CHRISTIAN SCHRÖDER
Rechtsanwalt

Tei. +49-89-30 90 667-62
Fax +49-89-30 90 667-90
cschroeder@goerg.de
Sekretariat: 13. OKT. 20U Christina Junkmann
Prinzregentenstraße 22
80538 München
h è *h& Tei. +49-89-30 90 667-0
www.goerg.de

Vorab per Telefax: xyUnser Az.: 8822/80363-14
Bitte bei allen Schreiben angeben

2375322 - Schreiben RA nn/CJN

München, 10. Oktober 2014

MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft mbH

hier: Ihr Schreiben vom 23. September 2013; Kündigung der von EMB Consulting
GmbH gehaltenen Teilschuldverschreibungen der MS "Deutschland"
Beteiligungsgesellschaft mbH

Ihr Zeichen: 536/14KE KE

Sehr geehrter Herr Kollege nn

hiermit zeigen wir an, dass wir die rechtlichen Interessen der MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft
mbH, Neustadt in Holstein, vertreten. Ordnungsgemäße Bevollmächtigung
wird anwaltlich versichert. Ihr Schreiben vom 23. September 2014 liegt uns zur Beantwortung
vor.

Aufgrund der kurzfristigen Mandatserteiiung konnten wir uns leider noch nicht mit unserer
Mandantin abstimmen. Wir werden zeitnah unaufgefordert auf Sie zukommen und zu Ihrem
Schreiben Stellung nehmen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Dr. Christian Schröder
Rechtsanwalt

BERLIN ■ ESSEN ■ FRANKFURT AM MAIN ■ HAMBURG ■ KÖLN ■ MÜNCHEN
GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB
AG Essen

Mittwoch, 8. Oktober 2014

MS Deutschland-Anleihe: Erste Gläubigerversammlung wegen geringer Präsenz nicht beschlussfähig -

MS Deutschland-Anleihe: Erste Gläubigerversammlung wegen geringer Präsenz nicht beschlussfähig - Anleihenews


08.10.14 14:37
anleihencheck.de 

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Zur ersten Gläubigerversammlung der MS Deutschland-Anleihe 2012/2017 (ISIN DE000A1RE7V0 / WKN A1RE7V) wurden mit nur 44,01 Prozent weniger als 50 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen angemeldet, so die MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft mbH in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Damit war aufgrund zu geringer Präsenz keine Beschlussfähigkeit gegeben. Die MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft mbH weist darauf hin, dass ein Dialog mit den Gläubigern über eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft dringend notwendig ist. Daher wird die Gesellschaft in Kürze eine zweite Gläubigerversammlung einberufen. Bei dieser ist eine Beschlussfähigkeit bereits bei Anmeldungen von mehr als 25 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen gegeben.

Die Gläubigerversammlung diente der Bestellung eines gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger. (08.10.2014/alc/n/a)

Dienstag, 7. Oktober 2014

das BOND MAGAZINE berichtet in der kommenden Ausgabe ausführlich über die Versammlung der Anleihegläubiger der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, die am 8. Oktober um 11 Uhr im Ballsaal des Westin Grand Hotels, Konrad-Adenauer-Str. 7, 60313 Frankfurt, stattfindet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das BOND MAGAZINE berichtet in der kommenden Ausgabe ausführlich über die Versammlung der Anleihegläubiger der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, die am 8. Oktober um 11 Uhr im Ballsaal des Westin Grand Hotels, Konrad-Adenauer-Str. 7, 60313 Frankfurt, stattfindet.

Die Tagesordnung umfasst u.a. die Beschlussfassung über die Bestellung eines Gemeinsamen Vertreters für die Anleihegläubiger der MS Deutschland-Anleihe. Die Emittentin schlägt als Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger Herrn Dr. Günther Beckstein (Rechtanwalt und Bayerischer Ministerpräsident a. D.) vor.

Das BOND MAGAZINE wird die Gläubigerversammlung der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH in der kommenden Ausgabe vertieft behandeln. Nach derzeitigem Kenntnisstand rät das BOND MAGAZINE Anleihegläubigern der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH jedoch davon ab, Herrn Dr. Günther Beckstein morgen zum Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu wählen und rät Anlegern, dem Gegenantrag von Herrn Jörg Hoffmeyer zu folgen, der die Wahl der Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Klaus Nieding, zum Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger vorschlägt.

Begründung:

1. Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen wurden bislang nicht kommuniziert.

2. Ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 liegt noch nicht vor (IDW Standard: Anforderungen an die Erstellung von Sanierungskonzepten vom 20.08.2012). Die Anleihegläubiger haben damit keine Kenntnisse über die Plausibilität der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen.

3. Es ist nicht bekannt, ob Herr Dr. Beckstein über fachspezifisches Restrukturierungs-Know-how verfügt. Bei Wikipedia finden wir lediglich folgenden Hinweis:
„Seine wirtschaftspolitische Kompetenz konnte Beckstein unter anderem als langjähriges Mitglied im Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank einbringen. Diesem Aufsichtsgremium gehörte er für den Freistaat Bayern als Haupteigentümer der Landesbank an. Mit Becksteins Zustimmung genehmigte es verschiedene unternehmerische Fehlentscheidungen des Landesbankvorstandes, die allein im Fall der Hypo Group Alpe Adria etwa 3,7 Milliarden Euro Verluste verursachten.“ Doch ihn soll ein Team unterstützen, dem Stefan Ulrich, geschäftsführender Partner von STU MANAGEMENT PARTNERS, angehört.

4. Anleger sollen in Unkenntnis der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen und deren Plausibilität Herrn Dr. Günther Beckstein zum Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger wählen und würden damit die weitere Entscheidung aus der Hand geben. Denn wenn ein Gemeinsamer Vertreter gewählt ist, entscheidet er fortan für die Anleihegläubiger.

5. Herr Dr. Günther Beckstein wurde von der Emittentin zur Wahl vorgeschlagen. Bei Restrukturierungen kann es jedoch zu unterschiedlichen Interessen von Eigenkapital- und Fremdkapitalgebern kommen. Bei MS Deutschland kommt hinzu, dass die Anleihe mit einer Schiffshypothek zu Gunsten der Anleihegläubiger besichert ist. Außerdem hat der Münchner AURELIUS Konzern Anfang des Jahres seine Mehrheitsbeteiligung an der MS Deutschland Holding und damit an der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, zu der sowohl die Reederei Peter Deilmann als auch das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland gehören, an die Unternehmensgruppe Callista Private Equity verkauft. Über die Höhe des Kaufpreises wurden keine Angaben gemacht. Nicht bekannt ist, ob Callista überhaupt einen nennenswerten Kaufpreis gezahlt hat. Im Ergebnis ist Callista Private Equity Mehrheitsgesellschafter der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, die Anleihegläubiger haben jedoch eine Schiffshypothek auf die MS Deutschland. Bei dieser Konstellation könnten sich unterschiedliche Interessen von Callista und den Anleihegläubigern ergeben.

6. Die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft hingegen ist eine der führenden Kanzleien im Kapitalanlagerecht in Deutschland. Bis heute hat die Kanzlei Investoren mit einer Gesamtsumme von über 8 Mrd. Euro gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Rechtsanwalt Klaus Nieding ist bei etlichen Verfahren zum Gemeinsamen Vertreter der Besitzer von Inhaberschuld- bzw. von Wandelschuldverschreibungen bestellt worden.

Weitere Details folgen in der kommenden Ausgabe des BOND MAGAZINE.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Schiffmacher
Editor-in-Chief

BONDBOOK / BOND MAGAZINE / fixed-income.org
Institutional Investment Publishing GmbH
Raiffeisenring 1
76831 Eschbach
Germany
Managing Director: Christian Schiffmacher
Register Court Landau HRB 31297
-------------------------------------------------------------------------------
Soeben erschienen:
 BONDBOOK Restrukturierung von AnleihenAuf 104 Seiten werden detailliert alle wichtigen Hintergründe rund um die Restrukturierung von Anleihen für Unternehmen und Anleihegläubiger erläutert.
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Inhaltsverzeichnis
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Montag, 6. Oktober 2014

Aus Sicht der SdK besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Gesellschaft, sollte es nicht zu den gewünschten Sanierungsschritten kommen, spätestens mit Fälligkeit der Anleihe in 2017 in die Insolvenz „rutschen“ würde. Dies würde auch Sicht der SdK die Folge haben, dass neue Buchungen wohl nahezu komplett ausbleiben würden, und das bisherige Geschäftsmodell zumindest nicht mehr fortgesetzt werden könnte. Somit würde dies eventuell dazu führen, dass das Schiff verschrottet werden müsste.

Newsletter 2
Aktuelle Einschätzung von Seiten der SdK / Geplantes Abstimmungsverhalten
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Vorfeld der am 8. Oktober 2014 stattfindenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber möchten wir Ihnen heute unsere Einschätzung der Situation mitteilen und das von uns geplante Abstimmungsverhalten bekanntgeben.
Aktuelle Einschätzung der Situation
Aus unserer Sicht bestehen zunächst einmal keine Zweifel daran, dass sich die Emittentin der Anleihe, die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, in akuten wirtschaftlichen Problemen befinden dürfte. Dies wird alleine schon dadurch deutlich, dass in den zurückliegenden beiden Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils ein Jahresverlust in Höhe von 4,3 Mio. Euro bzw. 4,9 Mio. Euro erwirtschaftet worden ist. Ferner war das Eigenkapital zum 31.12.2013 mit rund 15,4 Mio. Euro stark negativ. Daher ist aus unserer Sicht zumindest die fristgerechte Rückzahlung der im Jahr 2017 fälligen Anleihe kaum vorstellbar. Diese wäre wohl nur dann refinanzierbar, wenn sich die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in 2015 und 2016 fundamental ändert und Gewinne im hohen einstelligen Mio. Euro Bereich erzielt werden würden. Aus unserer Sicht gibt es hierfür jedoch aktuell keine Ansatzpunkte, da aufgrund immer neuer Kapazitäten auf dem Kreuzfahrtsektor (Mein Schiff 3, MS Europa 2, etc.) trotz der steigenden Gesamtmarktnachfrage keine steigenden Margen erwartet werden können.
Alternativ würde eine Refinanzierung der Anleihe auch dann gelingen können, wenn die Gesellschaft Sicherheiten bieten könnte. In wieweit jedoch der wohl einzig wirklich werthaltige Vermögensgegenstand, das Schiff MS Deutschland, mindestens 50 Mio. Euro (aufgrund der verlangten Sicherheitsmarge müsste der Wert wohl sogar deutlich über 50 Mio. Euro liegen) wert ist, können wir aktuell nicht beurteilen. Wir haben jedoch große Zweifel daran, dass ein Schiff, mit dem in den letzten Jahren keine Gewinne erzielt worden sind, wirklich einen so hohen Wert haben könnte. Denn welcher Investor sollte bereit sein, 50 Mio. Euro oder mehr in dem aktuellen Umfeld, mit wachsenden Kapazitäten auf dem Gesamtmarkt, für ein Schiff zu bezahlen, das in den zurückliegenden Jahren operativ nicht profitabel war?
Sollte sich sogar gar kein neuer Investor für das Schiff finden, so würde bei einer Liquidation ein eventueller Schrottwert des Schiffes aus Sicht der SdK eher zwischen 10-20 Mio. Euro liegen als nahe an den ausstehenden 50 Mio. Euro.
Insolvenz nicht unwahrscheinlich
Aus Sicht der SdK besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Gesellschaft, sollte es nicht zu den gewünschten Sanierungsschritten kommen, spätestens mit Fälligkeit der Anleihe in 2017 in die Insolvenz „rutschen“ würde. Dies würde auch Sicht der SdK die Folge haben, dass neue Buchungen wohl nahezu komplett ausbleiben würden, und das bisherige Geschäftsmodell zumindest nicht mehr fortgesetzt werden könnte. Somit würde dies eventuell dazu führen, dass das Schiff verschrottet werden müsste.
Gemeinsamer Vertreter zur Beurteilung der aktuellen Lage notwendig
Aus Sicht der SdK ist es daher angebracht, einen gemeinsamen Vertreter der Anleiheinhaber zu wählen, welcher zunächst die folgenden Fragen klären sollte:
1. Wie sieht die aktuelle wirtschaftliche Situation der Gesellschaft aus? Droht eventuell eine Insolvenz, sollten die Gläubiger sich einem Sanierungsbeitrag verweigern?
2. Welche Befriedigungsquote könnten die Anleihegläubiger erwarten, sofern es zu einem Insolvenzverfahren kommen sollte?
3. Wäre es überhaupt realistisch vorstellbar, dass die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH in Zukunft Gewinne erzielt, sofern die Anleihegläubiger einen Sanierungsbeitrag leisten würden? Und: Wie hoch müsste der Sanierungsbeitrag ausfallen und welche Befriedigungsquote würden die Anleiheinhaber dann erhalten?
Der Gemeinsame Vertreter soll jedoch nur zum Zwecke der Klärung dieser Fragestellungen eingesetzte werden. Weitergehende Rechte sollte dieser aus Sicht der SdK nicht erhalten. Über eventuelle Sanierungsbeiträge (Zinsverzicht, Laufzeitverlängerung, Verzicht auf Rückzahlung) sollten die Anleiheinhaber selbst entscheiden können, nachdem diesen vom Gemeinsamen Vertreter die nötigen Informationen vorgelegt worden sind.
Insolvenzanfechtungsansprüche und Prospekthaftungsansprüche klären
Durch die Klärung der oben aufgeführten ersten Fragestellung sollte es uns Anleihegläubigern ermöglicht werden, zunächst einmal ein umfassendes Bild über die aktuelle Lage der Gesellschaft zu erhalten. Wir rechnen zwar damit, dass auf der Gläubigerversammlung umfassend Bericht von Seiten der Geschäftsführung erstattet wird, jedoch kann man davon ausgehen, dass dieses Bild eher nicht der Realität entspricht, sondern die Situation eher zu negativ dargestellt werden wird, um die Anleihegläubiger von einem Sanierungsbeitrag zu überzeugen. Daher ist es aus Sicht der SdK wichtig, dass hier ein Sanierungsexperte, welcher das Vertrauen der Anleihegläubiger genießt, eine unabhängige Eischätzung der Situation vornehmen kann. Sollte der Vertreter der Anleiheinhaber zu dem Ergebnis
kommen, dass die Fortführung der Gesellschaft nicht möglich wäre, ohne das ein Sanierungsbeitrag von Seiten der Gläubiger geleistet wird, müsste aus Sicht der SdK zunächst geklärt werden, mit welcher Befriedigungsquote die Anleihegläubiger im Falle einer Insolvenz rechnen könnten.
Dieser Punkt ist besonders interessant, da aus Sicht der SdK eine mögliche Insolvenzquote sich nicht nur aus der Verwertung des Schiffes (Verkauf oder Verschrottung) zusammensetzen dürfte, sondern eventuell auch umfangreiche so genannte Insolvenzanfechtungsansprüche bestehen dürften. So war aus Sicht der SdK eventuell schon bei der Begebung der Anleihe absehbar, dass die Gesellschaf mit der gegebenen Kapitalstruktur nicht überlebensfähig sein würde. So hatte die Gesellschaft bereits vor der Anleiheemission ein negatives Eigenkapital und in den Vorjahren wurden bereits bedeutende Verluste erwirtschaftet. Trotzdem wurden die Gelder aus der Emission der Anleihe überwiegend dazu verwendet, bestehende Bankdarlehen und Gesellschafterdarlehen, letztere wären im Falle einer Insolvenz nachrangig behandelt worden, zurückzuzahlen. Hier könnten aus Sicht der SdK eventuell insolvenzrechtliche Ansprüche auf Rückzahlung der Gesellschafterdarlehen gegeben sein. Ferner bestehen aus Sicht der SdK eventuell auch Schadensersatzansprüche aus Prospekthaftung gegen die Prospektverantwortlichen. Dies wird aktuell von mit der SdK kooperierenden Rechtsanwälten geprüft. Aufgrund dieser Vielzahl von Punkten könnten die Anleihegläubiger eventuell auch im Falle einer Insolvenz mit einer im Vergleich mit anderen Insolvenzverfahren ordentlichen Befriedigungsquote rechnen. Wie hoch diese wahrscheinlich wäre, müsste jedoch von einem Gemeinsamen Vertreter, welcher Einblick in die relevanten Unterlagen erhält, geprüft werden.
Würde man zu dem Ergebnis kommen, dass die Anleihegläubiger auch im Falle einer Insolvenz mit einer hohen Befriedigungsquote rechnen können, würde aus Sicht der SdK kein Anlass bestehen, einem geplanten Sanierungsbeitrag zuzustimmen.
Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, so müsste man zunächst klären, in wie weit eine Sanierung, zum Beispiel im Rahmen eines Debt-to-Equity Swaps, überhaupt Sinn machen würde. Sollte man hier zu dem Ergebnis kommen, dass keine realistischen Chancen bestehen, die MS Deutschland profitabel zu betreiben, so würde auch eine von den Anleiheinhabern mitgetragene Sanierungslösung keinen Sinn ergeben. In diesem Zusammenhang wäre auch zu klären, wie hoch ein eventueller Sanierungsbeitrag ausfallen müsste, und mit welcher Befriedigungsquote die Anleiheinhaber in diesem Falle rechnen könnten. Sollte diese geringer ausfallen als die Befriedigungsquote im Insolvenzszenario, wäre eine Zustimmung zu einer Sanierungslösung ebenfalls nicht vorstellbar.
Geplantes Abstimmungsverhalten: SdK setzt auf wirtschaftliche Expertise
In den zurückliegenden Wochen haben wir mehrere Gespräche mit Anleiheinhabern, mit Vertretern von Anleiheinhabern und auch mit Vertretern der Gesellschaft geführt. Dabei hat sich ein von der SdK favorisiertes Modell durchgesetzt. Die SdK würde auf der anstehenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber eine Kandidatur von Herrn Dr. Beckstein als alleiniger Gemeinsamer Vertreter nicht unterstützen, da aus unserer Sicht hier der nötige wirtschaftliche Sachverstand nicht vorhanden wäre, um diese vor allem wirtschaftlichen Fragestellungen im Sinne der Anleiheinhaber zu bewerten.
Daher hat die SdK mit anderen Gläubiger und deren Vertretern durchgesetzt, dass Herrn Dr. Beckstein mit Herrn Stefan Ulrich von STU Management Partners GmbH (http://stu-management.de/seite-1/) ein erfahrener Sanierungsexperte an die Seite gestellt wird, um die relevanten Fragen im Sinne der Anleiheinhaber zu klären. Die Gesellschaft hat diesem Wunsch auf Druck der Gläubiger hin letzte Woche entsprochen. Somit wird die SdK aller Voraussicht nach (unter Tagesordnungspunkt 2) der Bestellung von Herrn Dr. Beckstein im Team mit Herrn Ulrich zum Gemeinsamen Vertreter der Anleiheinhaber zustimmen.
Den unter Tagesordnungspunkt 3 vorgesehenen Beschlüssen in Bezug auf die Stundung der am 18. Dezember 2014 fälligen Zinsansprüche und dem Verzicht auf die Wahrnehmung von Kündigungsrechten wird die SdK hingegen nicht zustimmen. Dies ist aus unserer Sicht mit der aktuellen Informationsbasis nicht möglich, und kann erst dann entschieden werden, wenn die Anleiheinhaber von Herrn Ulrich die dafür nötigen Informationen erhalten haben. Folglich ist somit auch der unter Tagesordnungspunkt 4 vorgesehenen Ermächtigung des Gemeinsamen Vertreters aktuell nicht zustimmungsfähig.
Die SdK behält sich vor, von diesem Abstimmungsverhalten abzuweichen, sollten sich auf der Versammlung neue Informationen ergeben. Sollten Sie in Bezug auf die zur Beschlussfassung anstehenden Tagesordnungspunkte anderer Auffassung sein, können Sie uns noch bis zum 7. Oktober 2014 14:00 Uhr von unserem geplanten Abstimmungsverhalten abweichende Weisungen erteilen. Bitte lassen Sie uns hierfür eine E-Mail an Info@sdk.org zukommen.
Für Rückfragen stehen wir unseren Mitgliedern unter 089 / 2020846-0 oder unter info@sdk.org gerne zur Verfügung.
München, den 6. Oktober 2014
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
Hinweis: Die SdK hält Anleihen der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH!

Dienstag, 16. September 2014

16. September 2014 Die Rating-Agentur Feri hat die Bonitätsnote der Anleihe der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft, die das „ZDF-Traumschiff“ betreibt von „B-“ auf „CC“ herabgesetzt. Diese Note ist die schlechteste, die die Agentur vergibt, bevor ein Zahlungsausfall festgestellt wird.

Mittelstandsanleihen-TickerFeri stuft Anleihe der MS Deutschland auf „CC“ herab

Ekosem-Agrar verzeichnet ein gemischtes Halbjahr. KTG Agrar berichtet über eine erfolgreiche Erntesaison. Die Centrosolar-Gläubiger sollen keine Aktien erhalten.

© DAPDVergrößernDer nächste Sanierer geht ans Werk
16. September 2014 Die Rating-Agentur Feri hat die Bonitätsnote der Anleihe der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft, die das „ZDF-Traumschiff“ betreibt  von „B-“ auf „CC“ herabgesetzt.  Diese Note ist die schlechteste, die die Agentur vergibt, bevor ein Zahlungsausfall festgestellt wird. Üblicherweise steht die Note bei Feri für höchstes Verlustrisiko. Der Ausblick für die Anleihe bleibt negativ.
Die Risiken für eine nicht ordnungsgemäße Bedienung und Tilgung der Anleihe hätten sich weiter erhöht, nachdem das Management die Ernennung eines Gemeinsamen Vertreters der Anleihengläubiger anstrebt, der über eine Zinsstundung und einen Verzicht auf Kündigung verhandeln soll. Darüber hinaus entwickelt sich die finanzielle Situation des Unternehmens weiter schlecht. Die Umsatzentwicklung bleibe schwach. Feri rechnet daher mit einem weiteren Anstieg der bilanziellen Überschuldung.

Freitag, 12. September 2014

Callista is targeting various industry branches, with a focus on manufacturing, TIMES, services and retail industries.

Callista Portfolio
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Callista is targeting various industry branches, with a focus on manufacturing, TIMES, services
and retail industries.

MS Deutschland / 
Reederei Peter Deilmann
• Acquisition: January 2014
• Scope: majority of shares at holding company and vessel
• Segment: travel and transportation (ocean carrier)
• Net Sales: EUR 44.5 m (2013), EBITDA 4.4m (2013)
• Employees: 325 (thereof 280 on the vessel)
• Das Traumschiff (German TV series „love boat“)
• Established: 1972 (operations), 1998 (vessel)

MWK Renningen
• Acquisition: April 2014
• Scope: 100% of shares including real estate
• Segment: Aluminum foundry (sand and chill casting)
• Net Sales: EUR 30.0m (2013), EBITDA -2.6m (2013)
• Employees: 190
• The company produces prototyping and pre-series
products with permanent molds for automotive sector




http://media.wix.com/ugd/d5df9e_6a7bc7d2cdac42b0a1e00967ae903f70.pdf

zu MWK:

09.09.2014 
MWK Renningen beantragt Sanierung in Eigenverwaltung
Renningen: MWK versucht Sanierung durch Insolvenz in Eigenverwaltung


Menold Bezler berät die Gießerei im Restrukturierungsprozess nach neuem Insolvenzrecht.

Die Geschäftsführung der MWK Renningen GmbH mit Sitz in Renningen hat beschlossen, ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung einzuleiten. Damit ist es wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmen möglich, einen Sanierungs- und Restrukturierungsprozess in Eigenregie unter Aufsicht eines Sachwalters zu gestalten.


Hintergrund ist die schwierige wirtschaftliche Situation in der deutschen Gießereibranche. Das Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt knapp 30 Millionen Euro ist in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, die es nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen kann. Die Geschäftsführung hat bereits ein Konzept erarbeitet, um das Unternehmen zu sanieren. Da MWK Renningen nicht über die erforderlichen Mittel für die Restrukturierung und Sanierung verfügt, wollen die Geschäftsführer die neuen gesetzlichen Möglichkeiten nutzen und das Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung sanieren. Ziel ist, den Standort Renningen zu erhalten und das Unternehmen durch entsprechende Sanierungsmaßnahmen wieder auf eine gesunde und erfolgreiche Basis zu stellen. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt und alle Kunden rechtzeitig und in gewohnter Qualität beliefert.



Die Kanzlei Menold Bezler hat die Gesellschaft im Insolvenzrecht beraten und den Sanierungsprozess initiiert. Geleitet wird die Sanierung von dem Sanierungsexperten und Insolvenzspezialisten Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Jochen Sedlitz, der in der Geschäftsleitung die Funktion des Sanierers (CRO) übernehmen wird. Im operativen Bereich bleiben die bisherigen Geschäftsführer Thomas Braun und Marc Zube zuständig. Menold Bezler hat bereits mehrere Gießereien erfolgreich bei der Sanierung begleitet, vor kurzem ebenfalls in Kooperation mit Sedlitz die Giesserei Gatter in Schwäbisch Gmünd. Zum Sachwalter, der die Sanierung überwachen und die Gläubigerinteressen vertreten wird, wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger & Partner in Stuttgart bestellt. Die Insolvenzverwalter aus der Kanzlei Grub Brugger verfügen ebenfalls über eine große Expertise und langjährige Erfahrung bei der Sanierung von Giessereien.

Berater MWK Renningen GmbH:

Menold Bezler (Stuttgart): Dr. Frank Schäffler (Partner, Insolvenzrecht / Sanierung und Restrukturierung), Dr. Jasmin Urlaub (Insolvenzrecht / Sanierung und Restrukturierung)

https://www.insolvenz-portal.de/Nach...l+Alle+News%29