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Mittwoch, 29. Oktober 2014

ONESQUAREADVISORS......zum Gemeinsamen Vertreter für die Bondholder zu wählen....heisst den bock zum Gärtner zu machen.....(Einträge 3 und 8 vertraulich....Schiffart.....)

http://www.onesquareadvisors.com/deutsch/fallstudien.php



FALLSTUDIEN 


Bei den meisten Referenzen aus 2012 und vorher erhalten Sie zusätzliche Informationen, wenn Sie auf das vorangestellte Logo klicken.

Unternehmen
Jahr
Sektor
Aktivität
Kunde
Windreich GmbH
2014WindenergieVertreter der Anleihegläubiger, Beratung bei der FinanzrestrukturierungKreditgeber
PHP
2013ffChemie, AutomobilTreuhand- und Aufsichtsratsfunktion, Review Exit Optionen, M&AKreditgeber
2013ffSchifffahrtCorporate Governance Lösung, Review Exit OptionenKreditgeber
SiC Processing
2013ffSolarVertretung der Anleihegläubiger, Beratung bei der FinanzrestrukturierungKreditgeber
Solarworld
2013ffSolarVertreter der Anleihegläubiger, Beratung bei der FinanzrestrukturierungKreditgeber
Voerde Aluminium GmbH
2013ffAluminiumproduktionM&A aus der Insolvenz, Reporting, MonitoringInsolvenzverwalter
Meissen
2013LuxusgüterRefinanzierungsberatungUnternehmen
2013SchifffahrtBeratung bei der FinanzrestrukturierungReederei
Ziegler
2013Automobil, EmergencyBuy-side Distressed M&AStrategischer Investor
Primacom
2012ffTelekommunikationBeratung bei der Finanzrestrukturierung, CRO, Scheme of ArrangementUnternehmen
Max Bahr
2012Real EstateBeratung bei der Finanzrestrukturierung, Option reviewKreditgeber
Praktiker
2012EinzelhandelKapitalbeschaffungInvestor
Voerde Aluminium GmbH
2012AluminiumproduktionSanierungsgutachten, Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, Beratung bei der Finanzrestrukturierung, Cash Monitoring, M&AUnternehmen
Joh. Friedrich Behrens AG
2011MaschinenbauFremdkapitalbeschaffung (Bond), Beratung bei der FinanzrestrukturierungUnternehmen
Pfleiderer
2011HolzBeratung bei der Finanzrestrukturierung, Entwicklung der HandlungsoptionenKreditgeber
Primacom
2011TelekommunikationDistressed M&A, Beratung bei der Finanzrestrukturierung, CROAnteilseigner
Babcock Rohrleitungsbau
2010IndustrieVerbesserung der Quote, Verhandlungen mit Insolvenzverwalter und GesellschafternKreditgeber
Bäumler
2010TextilKrisenstabilisierung, Beratung der Kreditgeber, Verbesserung der QuoteKreditgeber
Systaic
2010SolarEigenkapitalbeschaffung, Beratung bei der FinanzrestrukturierungUnternehmen
ae group
2009AutomobilVorbereitung für Ausstieg aus KreditengagementKreditgeber
Aleris
2009AluminiumverarbeitungBeratung bei der Finanzrestrukturierung, SanierungsgutachtenUnternehmen
AST Aluminiumguss
2009AutomobilEntwicklung von HandlungsoptionenAnteilseigner
Peacemark
2009UhrenAbwicklung der europäischen Aktivitäten für den InsolvenzverwalterInsolvenzverwalter
TMD Friction
2009AutomobilBuy-side Distressed M&AFinanzinvestor
Vatter GmbH
2009TextilDistressed M&A, InsolvenzplanInsolvenzverwalter
2009AutomobilBeratung bei der FinanzrestrukturierungUnternehmen
XL Airways
2008LuftfahrtBeratung des UK InsolvenzverwaltersInsolvenzverwalter
Schieder
2007MöbelBeratung bei der FinanzrestrukturierungKreditgeber
Synventive
2007AutomobilSanierungsgutachten, Beratung bei der FinanzrestrukturierungKreditgeber
Biria
2006FahrräderBeratung bei der Finanzrestrukturierung, Mandate in den AufsichtsgremienAnteilseigner
Edelrid
2006KonsumgüterSellside M&AInsolvenzverwalter
Kiekert
2006AutomobilBeratung bei der FinanzrestrukturierungUnternehmen
Rinol
2006BauBeratung bei der Finanzrestrukturierung, AufsichtsratsmandatUnternehmen
TMD Friction
2006AutomobilBeratung bei der FinanzrestrukturierungUnternehmen
Collins & Aikman
2005AutomobilManagement/Fortführung der deutschen Aktivitäten für den InsolvenzverwalterInsolvenzverwalter
Schefenacker
2005AutomobilRefinanzierung, SanierungsgutachtenUnternehmen

Man beachte insbesondere die EXIT-Vorgänge. Früher glaubte ich, daß so etwas Betrug sei, heute weiß ich, daß das Juristerei vom Feinsten ist.


  1. Registriert seit
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    Läuft alles wie geplant, #642:

    Zitat Zitat von bondsammler Beitrag anzeigen
    Spitzenkompetenz in Finanzrestrukturierungen:

    Man beachte die Zeilen 3 und 8 der Fallstudien:

    http://www.onesquareadvisors.com/deu...allstudien.php

    Besteht noch Unklarheit darüber, wer der zukünftige Sparringspartner sein wird?



    MS Deutschland hat Insolvenz angemeldet!!

    Veröffentlicht von Pascal Wepner am 29.10.2014 in Deilmann Kreuzfahrten

    MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft mbH und Reederei Peter Deilmann GmbH planen Sanierung in Eigenverwaltung gemäß § 270a InsO – Die Geschäftsführung der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft mbH hat heute beim zuständigen Amtsgericht Eutin den Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gemäß § 270a InsO gestellt. Die Sanierung in Eigenverwaltung wird durch Wolfram Günther, Managing Director der One Square Advisors GmbH geleitet, welcher vom Mehrheitsgesellschafter Callista Private Equity zu diesem Zweck als Chief Restructuring Officer bestellt wurde. Herr Günther ist ein anerkannter Restrukturierungsexperte und verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Sanierung von Unternehmen sowie der Restrukturierung von Anleihen und ist damit bestens geeignet, die Sanierung der Gesellschaft schnellstmöglich voranzutreiben.

    http://www.schiffe-und-kreuzfahrten....nz-angemeldet/
  2. Betreff: AW: MS Deutschland#993
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    Coram iudice et in alto mari sumus in manu Dei. 


    Ich glaube, jetzt sollten sich so langsam die Juristen mal auf den Weg machen und das EXIT-Szenario AURELIUS-CALLISTA-Insolvenz-Geschehen etwas näher unter die Lupe nehmen. Seit 2012 begleitet One Square Advisors AURELIUS und Callista, planen den Ausstieg von AURELIUS und leiten nun die Sanierung in Eigenverwaltung. Es ist unglaublich, was unter deutschem Recht möglich ist.


    Zur Erinnerung, #746:

    Zitat Zitat von bondsammler Beitrag anzeigen
    Ich fasse mal chronologisch das Geschehen der letzten Jahre zusammen, so wie ich das sehe:

    2010 AURELIUS übernimmt MS Deutschland. Kartellbehörde und Banken stimmten zu.
    2011 Sanierung läuft schleppend, Millionenverluste
    2012 Umflaggung auf Malta - um Personalkosten zu sparen - scheitert. Millionenverluste.
    2012 Versuche MSD zu verkaufen scheitern, potentielle Käufer bieten nur etwa 35 Mio. €
    2012 Anleihe wird emittiert. Bankschulden werden weitestgehend zurückgezahlt.
    2012ff One Square Advisors beraten die Reederei Peter Deilmann und AURELIUS bei der Finanzrestrukturierung
    2012 Eigenkapital ist deutlich negativ, > 10 Mio. €. Nur eine positive Fortführungsprognose verhindern die Insolvenzanmeldung.
    2013ff One Square Advisors werden von AURELIUS beauftragt ein EXIT-Szenario zu entwickeln. 
    2013 Callista wird als ein Schritt des EXIT-Szenarios gegründet. MSD wird auf Callista übertragen, AURELIUS bleibt nur noch Minderheitsbeteiligter.
    2014 MSD-Geschäftsführer Herr Nolde beendet seine Tätigkeit zum 31.07.2014
    2014 AURELIUS und Callista setzen Exit-Lösung , wie 2013 geplant um. Gläubigerversammlung wird einberufen um , wie bereits im Jahr 2013 geplant die Finanzen, insbesondere die Anleihe zu restrukturieren. Geplant ist ein weitestgehender Verzicht der Gläubiger, als weiterer Schritt der EXIT-Lösung.

    Man beachte insbesondere die EXIT-Vorgänge. Früher glaubte ich, daß so etwas Betrug sei, heute weiß ich, daß das Juristerei vom Feinsten ist.
    Geändert von bondsammler (Heute um 15:10 Uhr)
  3. Betreff: AW: MS Deutschland#994
    Fundi ist offline
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    Da muss doch jetzt auch ein vom Gericht beauftragter Sachwalter aufschlagen. Mal sehen, ob der die ganzen Vorgänge unter die Lupe nimmt. Bin mit kleiner Summe seit 2 Monaten dabei, damit ich diese Story nicht aus den Augen verliere. 
  4. Betreff: AW: MS Deutschland#995
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    Kurse morgen unter 15 ?

    Aus für die "MS Deutschland": 
    Die Beteiligungsgesellschaft des Traumschiffs hat Insolvenz angemeldet.
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...hiff-1.2197248

Die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft stellt beim Amtsgericht Eutin einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Nachricht vom 29.10.2014 29.10.2014 (www.4investors.de) - Die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft stellt beim Amtsgericht Eutin einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dieses soll in Eigenverwaltung durchgeführt werden. So soll die MS Deutschland gerettet werden. Das Unternehmen macht zugleich deutlich, dass die laufenden Reisen gesichert sind. Man strebt die Fortführung des Geschäfts an, auch plant man unverändert einen Werftaufenthalt ein. 

Sanierungsgeschäftsführer wird Wolfram Günther. Er ist zugleich Managing Director von One Square Advisors. Günther ist Restrukturierungsexperte. Er will eine neue Sanierungsphase einleiten, um das Schiff wieder „in ein sicheres Fahrwasser zu bringen“. So plant er, die Kapitalstruktur zu bereinigen. Als sehr gut wertet er die Buchungszahlen für 2015. 

Am 12. November findet in München eine Gläubigerversammlung statt.

- See more at: http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=86288#sthash.6Mtq38uW.dpuf



 

Dienstag, 14. Oktober 2014

Schon wieder Görg....vs MS Deutschland

Schon wieder Görg....vs MS Deutschland

GÖRG • Prinzregentenstraße 22 ■ 80538 München

DR. CHRISTIAN SCHRÖDER
Rechtsanwalt

Tei. +49-89-30 90 667-62
Fax +49-89-30 90 667-90
cschroeder@goerg.de
Sekretariat: 13. OKT. 20U Christina Junkmann
Prinzregentenstraße 22
80538 München
h è *h& Tei. +49-89-30 90 667-0
www.goerg.de

Vorab per Telefax: xyUnser Az.: 8822/80363-14
Bitte bei allen Schreiben angeben

2375322 - Schreiben RA nn/CJN

München, 10. Oktober 2014

MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft mbH

hier: Ihr Schreiben vom 23. September 2013; Kündigung der von EMB Consulting
GmbH gehaltenen Teilschuldverschreibungen der MS "Deutschland"
Beteiligungsgesellschaft mbH

Ihr Zeichen: 536/14KE KE

Sehr geehrter Herr Kollege nn

hiermit zeigen wir an, dass wir die rechtlichen Interessen der MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft
mbH, Neustadt in Holstein, vertreten. Ordnungsgemäße Bevollmächtigung
wird anwaltlich versichert. Ihr Schreiben vom 23. September 2014 liegt uns zur Beantwortung
vor.

Aufgrund der kurzfristigen Mandatserteiiung konnten wir uns leider noch nicht mit unserer
Mandantin abstimmen. Wir werden zeitnah unaufgefordert auf Sie zukommen und zu Ihrem
Schreiben Stellung nehmen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Dr. Christian Schröder
Rechtsanwalt

BERLIN ■ ESSEN ■ FRANKFURT AM MAIN ■ HAMBURG ■ KÖLN ■ MÜNCHEN
GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB
AG Essen

Mittwoch, 8. Oktober 2014

MS Deutschland-Anleihe: Erste Gläubigerversammlung wegen geringer Präsenz nicht beschlussfähig -

MS Deutschland-Anleihe: Erste Gläubigerversammlung wegen geringer Präsenz nicht beschlussfähig - Anleihenews


08.10.14 14:37
anleihencheck.de 

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Zur ersten Gläubigerversammlung der MS Deutschland-Anleihe 2012/2017 (ISIN DE000A1RE7V0 / WKN A1RE7V) wurden mit nur 44,01 Prozent weniger als 50 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen angemeldet, so die MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft mbH in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Damit war aufgrund zu geringer Präsenz keine Beschlussfähigkeit gegeben. Die MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft mbH weist darauf hin, dass ein Dialog mit den Gläubigern über eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft dringend notwendig ist. Daher wird die Gesellschaft in Kürze eine zweite Gläubigerversammlung einberufen. Bei dieser ist eine Beschlussfähigkeit bereits bei Anmeldungen von mehr als 25 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen gegeben.

Die Gläubigerversammlung diente der Bestellung eines gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger. (08.10.2014/alc/n/a)

Dienstag, 7. Oktober 2014

das BOND MAGAZINE berichtet in der kommenden Ausgabe ausführlich über die Versammlung der Anleihegläubiger der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, die am 8. Oktober um 11 Uhr im Ballsaal des Westin Grand Hotels, Konrad-Adenauer-Str. 7, 60313 Frankfurt, stattfindet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das BOND MAGAZINE berichtet in der kommenden Ausgabe ausführlich über die Versammlung der Anleihegläubiger der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, die am 8. Oktober um 11 Uhr im Ballsaal des Westin Grand Hotels, Konrad-Adenauer-Str. 7, 60313 Frankfurt, stattfindet.

Die Tagesordnung umfasst u.a. die Beschlussfassung über die Bestellung eines Gemeinsamen Vertreters für die Anleihegläubiger der MS Deutschland-Anleihe. Die Emittentin schlägt als Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger Herrn Dr. Günther Beckstein (Rechtanwalt und Bayerischer Ministerpräsident a. D.) vor.

Das BOND MAGAZINE wird die Gläubigerversammlung der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH in der kommenden Ausgabe vertieft behandeln. Nach derzeitigem Kenntnisstand rät das BOND MAGAZINE Anleihegläubigern der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH jedoch davon ab, Herrn Dr. Günther Beckstein morgen zum Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu wählen und rät Anlegern, dem Gegenantrag von Herrn Jörg Hoffmeyer zu folgen, der die Wahl der Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Klaus Nieding, zum Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger vorschlägt.

Begründung:

1. Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen wurden bislang nicht kommuniziert.

2. Ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 liegt noch nicht vor (IDW Standard: Anforderungen an die Erstellung von Sanierungskonzepten vom 20.08.2012). Die Anleihegläubiger haben damit keine Kenntnisse über die Plausibilität der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen.

3. Es ist nicht bekannt, ob Herr Dr. Beckstein über fachspezifisches Restrukturierungs-Know-how verfügt. Bei Wikipedia finden wir lediglich folgenden Hinweis:
„Seine wirtschaftspolitische Kompetenz konnte Beckstein unter anderem als langjähriges Mitglied im Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank einbringen. Diesem Aufsichtsgremium gehörte er für den Freistaat Bayern als Haupteigentümer der Landesbank an. Mit Becksteins Zustimmung genehmigte es verschiedene unternehmerische Fehlentscheidungen des Landesbankvorstandes, die allein im Fall der Hypo Group Alpe Adria etwa 3,7 Milliarden Euro Verluste verursachten.“ Doch ihn soll ein Team unterstützen, dem Stefan Ulrich, geschäftsführender Partner von STU MANAGEMENT PARTNERS, angehört.

4. Anleger sollen in Unkenntnis der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen und deren Plausibilität Herrn Dr. Günther Beckstein zum Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger wählen und würden damit die weitere Entscheidung aus der Hand geben. Denn wenn ein Gemeinsamer Vertreter gewählt ist, entscheidet er fortan für die Anleihegläubiger.

5. Herr Dr. Günther Beckstein wurde von der Emittentin zur Wahl vorgeschlagen. Bei Restrukturierungen kann es jedoch zu unterschiedlichen Interessen von Eigenkapital- und Fremdkapitalgebern kommen. Bei MS Deutschland kommt hinzu, dass die Anleihe mit einer Schiffshypothek zu Gunsten der Anleihegläubiger besichert ist. Außerdem hat der Münchner AURELIUS Konzern Anfang des Jahres seine Mehrheitsbeteiligung an der MS Deutschland Holding und damit an der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, zu der sowohl die Reederei Peter Deilmann als auch das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland gehören, an die Unternehmensgruppe Callista Private Equity verkauft. Über die Höhe des Kaufpreises wurden keine Angaben gemacht. Nicht bekannt ist, ob Callista überhaupt einen nennenswerten Kaufpreis gezahlt hat. Im Ergebnis ist Callista Private Equity Mehrheitsgesellschafter der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, die Anleihegläubiger haben jedoch eine Schiffshypothek auf die MS Deutschland. Bei dieser Konstellation könnten sich unterschiedliche Interessen von Callista und den Anleihegläubigern ergeben.

6. Die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft hingegen ist eine der führenden Kanzleien im Kapitalanlagerecht in Deutschland. Bis heute hat die Kanzlei Investoren mit einer Gesamtsumme von über 8 Mrd. Euro gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Rechtsanwalt Klaus Nieding ist bei etlichen Verfahren zum Gemeinsamen Vertreter der Besitzer von Inhaberschuld- bzw. von Wandelschuldverschreibungen bestellt worden.

Weitere Details folgen in der kommenden Ausgabe des BOND MAGAZINE.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Schiffmacher
Editor-in-Chief

BONDBOOK / BOND MAGAZINE / fixed-income.org
Institutional Investment Publishing GmbH
Raiffeisenring 1
76831 Eschbach
Germany
Managing Director: Christian Schiffmacher
Register Court Landau HRB 31297
-------------------------------------------------------------------------------
Soeben erschienen:
 BONDBOOK Restrukturierung von AnleihenAuf 104 Seiten werden detailliert alle wichtigen Hintergründe rund um die Restrukturierung von Anleihen für Unternehmen und Anleihegläubiger erläutert.
Die Ausgabe kann zum Preis von 29,00 Euro (inkl. USt. und Versand) beim Verlag oder im Buchhandel (ISBN 978-3-9813331-2-1) bestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
Bestellformular
www.restrukturierung-von-anleihen.com

Montag, 6. Oktober 2014

Aus Sicht der SdK besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Gesellschaft, sollte es nicht zu den gewünschten Sanierungsschritten kommen, spätestens mit Fälligkeit der Anleihe in 2017 in die Insolvenz „rutschen“ würde. Dies würde auch Sicht der SdK die Folge haben, dass neue Buchungen wohl nahezu komplett ausbleiben würden, und das bisherige Geschäftsmodell zumindest nicht mehr fortgesetzt werden könnte. Somit würde dies eventuell dazu führen, dass das Schiff verschrottet werden müsste.

Newsletter 2
Aktuelle Einschätzung von Seiten der SdK / Geplantes Abstimmungsverhalten
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Vorfeld der am 8. Oktober 2014 stattfindenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber möchten wir Ihnen heute unsere Einschätzung der Situation mitteilen und das von uns geplante Abstimmungsverhalten bekanntgeben.
Aktuelle Einschätzung der Situation
Aus unserer Sicht bestehen zunächst einmal keine Zweifel daran, dass sich die Emittentin der Anleihe, die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, in akuten wirtschaftlichen Problemen befinden dürfte. Dies wird alleine schon dadurch deutlich, dass in den zurückliegenden beiden Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils ein Jahresverlust in Höhe von 4,3 Mio. Euro bzw. 4,9 Mio. Euro erwirtschaftet worden ist. Ferner war das Eigenkapital zum 31.12.2013 mit rund 15,4 Mio. Euro stark negativ. Daher ist aus unserer Sicht zumindest die fristgerechte Rückzahlung der im Jahr 2017 fälligen Anleihe kaum vorstellbar. Diese wäre wohl nur dann refinanzierbar, wenn sich die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in 2015 und 2016 fundamental ändert und Gewinne im hohen einstelligen Mio. Euro Bereich erzielt werden würden. Aus unserer Sicht gibt es hierfür jedoch aktuell keine Ansatzpunkte, da aufgrund immer neuer Kapazitäten auf dem Kreuzfahrtsektor (Mein Schiff 3, MS Europa 2, etc.) trotz der steigenden Gesamtmarktnachfrage keine steigenden Margen erwartet werden können.
Alternativ würde eine Refinanzierung der Anleihe auch dann gelingen können, wenn die Gesellschaft Sicherheiten bieten könnte. In wieweit jedoch der wohl einzig wirklich werthaltige Vermögensgegenstand, das Schiff MS Deutschland, mindestens 50 Mio. Euro (aufgrund der verlangten Sicherheitsmarge müsste der Wert wohl sogar deutlich über 50 Mio. Euro liegen) wert ist, können wir aktuell nicht beurteilen. Wir haben jedoch große Zweifel daran, dass ein Schiff, mit dem in den letzten Jahren keine Gewinne erzielt worden sind, wirklich einen so hohen Wert haben könnte. Denn welcher Investor sollte bereit sein, 50 Mio. Euro oder mehr in dem aktuellen Umfeld, mit wachsenden Kapazitäten auf dem Gesamtmarkt, für ein Schiff zu bezahlen, das in den zurückliegenden Jahren operativ nicht profitabel war?
Sollte sich sogar gar kein neuer Investor für das Schiff finden, so würde bei einer Liquidation ein eventueller Schrottwert des Schiffes aus Sicht der SdK eher zwischen 10-20 Mio. Euro liegen als nahe an den ausstehenden 50 Mio. Euro.
Insolvenz nicht unwahrscheinlich
Aus Sicht der SdK besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Gesellschaft, sollte es nicht zu den gewünschten Sanierungsschritten kommen, spätestens mit Fälligkeit der Anleihe in 2017 in die Insolvenz „rutschen“ würde. Dies würde auch Sicht der SdK die Folge haben, dass neue Buchungen wohl nahezu komplett ausbleiben würden, und das bisherige Geschäftsmodell zumindest nicht mehr fortgesetzt werden könnte. Somit würde dies eventuell dazu führen, dass das Schiff verschrottet werden müsste.
Gemeinsamer Vertreter zur Beurteilung der aktuellen Lage notwendig
Aus Sicht der SdK ist es daher angebracht, einen gemeinsamen Vertreter der Anleiheinhaber zu wählen, welcher zunächst die folgenden Fragen klären sollte:
1. Wie sieht die aktuelle wirtschaftliche Situation der Gesellschaft aus? Droht eventuell eine Insolvenz, sollten die Gläubiger sich einem Sanierungsbeitrag verweigern?
2. Welche Befriedigungsquote könnten die Anleihegläubiger erwarten, sofern es zu einem Insolvenzverfahren kommen sollte?
3. Wäre es überhaupt realistisch vorstellbar, dass die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH in Zukunft Gewinne erzielt, sofern die Anleihegläubiger einen Sanierungsbeitrag leisten würden? Und: Wie hoch müsste der Sanierungsbeitrag ausfallen und welche Befriedigungsquote würden die Anleiheinhaber dann erhalten?
Der Gemeinsame Vertreter soll jedoch nur zum Zwecke der Klärung dieser Fragestellungen eingesetzte werden. Weitergehende Rechte sollte dieser aus Sicht der SdK nicht erhalten. Über eventuelle Sanierungsbeiträge (Zinsverzicht, Laufzeitverlängerung, Verzicht auf Rückzahlung) sollten die Anleiheinhaber selbst entscheiden können, nachdem diesen vom Gemeinsamen Vertreter die nötigen Informationen vorgelegt worden sind.
Insolvenzanfechtungsansprüche und Prospekthaftungsansprüche klären
Durch die Klärung der oben aufgeführten ersten Fragestellung sollte es uns Anleihegläubigern ermöglicht werden, zunächst einmal ein umfassendes Bild über die aktuelle Lage der Gesellschaft zu erhalten. Wir rechnen zwar damit, dass auf der Gläubigerversammlung umfassend Bericht von Seiten der Geschäftsführung erstattet wird, jedoch kann man davon ausgehen, dass dieses Bild eher nicht der Realität entspricht, sondern die Situation eher zu negativ dargestellt werden wird, um die Anleihegläubiger von einem Sanierungsbeitrag zu überzeugen. Daher ist es aus Sicht der SdK wichtig, dass hier ein Sanierungsexperte, welcher das Vertrauen der Anleihegläubiger genießt, eine unabhängige Eischätzung der Situation vornehmen kann. Sollte der Vertreter der Anleiheinhaber zu dem Ergebnis
kommen, dass die Fortführung der Gesellschaft nicht möglich wäre, ohne das ein Sanierungsbeitrag von Seiten der Gläubiger geleistet wird, müsste aus Sicht der SdK zunächst geklärt werden, mit welcher Befriedigungsquote die Anleihegläubiger im Falle einer Insolvenz rechnen könnten.
Dieser Punkt ist besonders interessant, da aus Sicht der SdK eine mögliche Insolvenzquote sich nicht nur aus der Verwertung des Schiffes (Verkauf oder Verschrottung) zusammensetzen dürfte, sondern eventuell auch umfangreiche so genannte Insolvenzanfechtungsansprüche bestehen dürften. So war aus Sicht der SdK eventuell schon bei der Begebung der Anleihe absehbar, dass die Gesellschaf mit der gegebenen Kapitalstruktur nicht überlebensfähig sein würde. So hatte die Gesellschaft bereits vor der Anleiheemission ein negatives Eigenkapital und in den Vorjahren wurden bereits bedeutende Verluste erwirtschaftet. Trotzdem wurden die Gelder aus der Emission der Anleihe überwiegend dazu verwendet, bestehende Bankdarlehen und Gesellschafterdarlehen, letztere wären im Falle einer Insolvenz nachrangig behandelt worden, zurückzuzahlen. Hier könnten aus Sicht der SdK eventuell insolvenzrechtliche Ansprüche auf Rückzahlung der Gesellschafterdarlehen gegeben sein. Ferner bestehen aus Sicht der SdK eventuell auch Schadensersatzansprüche aus Prospekthaftung gegen die Prospektverantwortlichen. Dies wird aktuell von mit der SdK kooperierenden Rechtsanwälten geprüft. Aufgrund dieser Vielzahl von Punkten könnten die Anleihegläubiger eventuell auch im Falle einer Insolvenz mit einer im Vergleich mit anderen Insolvenzverfahren ordentlichen Befriedigungsquote rechnen. Wie hoch diese wahrscheinlich wäre, müsste jedoch von einem Gemeinsamen Vertreter, welcher Einblick in die relevanten Unterlagen erhält, geprüft werden.
Würde man zu dem Ergebnis kommen, dass die Anleihegläubiger auch im Falle einer Insolvenz mit einer hohen Befriedigungsquote rechnen können, würde aus Sicht der SdK kein Anlass bestehen, einem geplanten Sanierungsbeitrag zuzustimmen.
Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, so müsste man zunächst klären, in wie weit eine Sanierung, zum Beispiel im Rahmen eines Debt-to-Equity Swaps, überhaupt Sinn machen würde. Sollte man hier zu dem Ergebnis kommen, dass keine realistischen Chancen bestehen, die MS Deutschland profitabel zu betreiben, so würde auch eine von den Anleiheinhabern mitgetragene Sanierungslösung keinen Sinn ergeben. In diesem Zusammenhang wäre auch zu klären, wie hoch ein eventueller Sanierungsbeitrag ausfallen müsste, und mit welcher Befriedigungsquote die Anleiheinhaber in diesem Falle rechnen könnten. Sollte diese geringer ausfallen als die Befriedigungsquote im Insolvenzszenario, wäre eine Zustimmung zu einer Sanierungslösung ebenfalls nicht vorstellbar.
Geplantes Abstimmungsverhalten: SdK setzt auf wirtschaftliche Expertise
In den zurückliegenden Wochen haben wir mehrere Gespräche mit Anleiheinhabern, mit Vertretern von Anleiheinhabern und auch mit Vertretern der Gesellschaft geführt. Dabei hat sich ein von der SdK favorisiertes Modell durchgesetzt. Die SdK würde auf der anstehenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber eine Kandidatur von Herrn Dr. Beckstein als alleiniger Gemeinsamer Vertreter nicht unterstützen, da aus unserer Sicht hier der nötige wirtschaftliche Sachverstand nicht vorhanden wäre, um diese vor allem wirtschaftlichen Fragestellungen im Sinne der Anleiheinhaber zu bewerten.
Daher hat die SdK mit anderen Gläubiger und deren Vertretern durchgesetzt, dass Herrn Dr. Beckstein mit Herrn Stefan Ulrich von STU Management Partners GmbH (http://stu-management.de/seite-1/) ein erfahrener Sanierungsexperte an die Seite gestellt wird, um die relevanten Fragen im Sinne der Anleiheinhaber zu klären. Die Gesellschaft hat diesem Wunsch auf Druck der Gläubiger hin letzte Woche entsprochen. Somit wird die SdK aller Voraussicht nach (unter Tagesordnungspunkt 2) der Bestellung von Herrn Dr. Beckstein im Team mit Herrn Ulrich zum Gemeinsamen Vertreter der Anleiheinhaber zustimmen.
Den unter Tagesordnungspunkt 3 vorgesehenen Beschlüssen in Bezug auf die Stundung der am 18. Dezember 2014 fälligen Zinsansprüche und dem Verzicht auf die Wahrnehmung von Kündigungsrechten wird die SdK hingegen nicht zustimmen. Dies ist aus unserer Sicht mit der aktuellen Informationsbasis nicht möglich, und kann erst dann entschieden werden, wenn die Anleiheinhaber von Herrn Ulrich die dafür nötigen Informationen erhalten haben. Folglich ist somit auch der unter Tagesordnungspunkt 4 vorgesehenen Ermächtigung des Gemeinsamen Vertreters aktuell nicht zustimmungsfähig.
Die SdK behält sich vor, von diesem Abstimmungsverhalten abzuweichen, sollten sich auf der Versammlung neue Informationen ergeben. Sollten Sie in Bezug auf die zur Beschlussfassung anstehenden Tagesordnungspunkte anderer Auffassung sein, können Sie uns noch bis zum 7. Oktober 2014 14:00 Uhr von unserem geplanten Abstimmungsverhalten abweichende Weisungen erteilen. Bitte lassen Sie uns hierfür eine E-Mail an Info@sdk.org zukommen.
Für Rückfragen stehen wir unseren Mitgliedern unter 089 / 2020846-0 oder unter info@sdk.org gerne zur Verfügung.
München, den 6. Oktober 2014
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
Hinweis: Die SdK hält Anleihen der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH!